Schwul in Gagausien: Wenn man der Einzige im Land ist, der sich traut

Die Straße in den Süden des Landes ist holprig. Mit kleinen Schlenkern weicht der Fahrer den Schlaglöchern aus. Andrey Kolioglo sitzt auf dem Rücksitz, die Hände auf dem Schoß, aufrechter Rücken. Obwohl der Wagen so wackelt. Am Fenster vorbei zieht ein Esel einen Karren, der meterhoch mit Heu beladen ist. Kleine Kapellen, deren Kuppeln in der Sonne golden glänzen, Pfirsichplantagen, in denen er als Kind gearbeitet hat. Er reibt seine schmalen Hände. Eine Schweißperle klebt an seiner von Akne vernarbten Stirn. „Wenn die Leute die Möglichkeit gehabt hätten, hätten sie mich getötet.“

Er wird stiller, je näher er seinem Dorf kommt. Er, der sonst so gern redet. „Ich bin auf Gewalt vorbereitet. Auch auf Steine.“ Er war nicht mehr in seinem Heimatort, seitdem das passiert ist, seitdem dort jeder seinen Namen kennt. Seitdem sein Vater ihm über Skype mit Schlägen gedroht hatte.

Den kompletten Text gibt’s auf reporterreisen.com

Erschienen am 12.07.2018

Foto von Eric Vazzoler

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