Dos and Don’ts im Praktikum

Liebe Leserin, lieber Leser!

»Mach Praktika!«, sagen sie einem an der Uni. »Das bringt Praxiserfahrung! Kontakte! Voll wichtig!« Und dann sitzt man in irgendeinem Unternehmen im Praktikantenkabuff am Ende des Ganges und hat nichts zu tun. Oder man steht mit dem Boss im Fahrstuhl und fragt sich: Soll ich den jetzt ansprechen? Oder ist das doof? 

Wie du mit peinlichen und unangenehmen Situationen im Praktikum am besten umgehst, steht in diesem Heft. Weil es dabei immer auch auf die Unternehmenskultur ankommt, gibt es hier keine »one size fits all«-Tipps. Stattdessen haben wir Experten aus verschiedenen Branchen gefragt. Solche, die in Start-ups arbeiten, in Banken und in Behörden.

Übrigens: Fehler machen gehört im Praktikum dazu.
Viel Spaß beim Lesen!

Deine ZEIT CAMPUS-Redaktion

Peinliche Stille:

Mit dem Chef im Aufzug Montagmorgen. Mit dem Kaffee in der Hand betrittst du den Fahrstuhl. Die Tür schließt sich schon, doch ein schicker Lederschuh hält sie in letzter Sekunde auf: Der Chef steigt ein. Kurzes Zunicken, knappes »Hallo!«. Und dann? Verlegen auf den Boden starren und fünf Stockwerke lang die Stille aushalten? Muss nicht sein, findet Petra von Eichel-Streiber, Leiterin des Bereichs Karriere-Beratung bei der Commerzbank. »Wenn du ein extrovertierter Typ bist, dann los!«, sagt sie: »Erzähle, wie deine ersten Eindrücke im Unternehmen waren, oder nutze die Zeit für das Thema, an dem du gerade arbeitest.« Steffen Krüger aus der Personalabteilung von Bosch rät, sich auf solche Momente vorzubereiten und sie als Chance zu sehen, einen Eindruck zu hinterlassen. Sein Tipp: Die Stimmung des Chefs wahrnehmen und Small Talk beginnen, zum Beispiel über das Wetter. Oder du steigst mit dem Satz ein: »Schön, Sie hier zu treffen, wir hatten bisher nie das Vergnügen.« Ist der Chef in Plauderstimmung? Super. Frage ihn nach den Projekten des Unternehmens, Interesse zu zeigen ist immer gut. Wimmelt der Chef das Gespräch jedoch mit einer knappen Antwort ab, ist heute nicht der richtige Tag dafür. Die Stille solltest du dann einfach aushalten. Das ist zwar unangenehm, aber wahrscheinlich ist der Chef in Gedanken sowieso schon bei der Vorbereitung des nächsten Meetings.

 

Der komplette Artikel erschien als Beilage zusammen mit der Ausgabe 3/18 von ZEIT Campus.

Illustration von Anna Haifisch

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