Die Nacht mit Batman

Simon Ewers, 28, ist studierter Biologe und wurde von einem Marburger Planungsbüro für eine Expedition eingesetzt, die viel Durchhaltevermögen verlangt: Die halbe Nacht marschiert er durchs Gelände und sucht dabei mit einem Ultraschallgerät nach Fledermäusen. SPIESSER-Autorin Leonie hat ihn auf seiner Tour begleitet.

20:30 Die Nachtwanderung beginnt

In einem weißen Geländewagen holpert Simon Richtung Wald. Rechts und links Felder, deren Ränder in der Dämmerung verblassen. „Ich bin viel zu spät“, stellt Simon fest. Normalerweise muss der Biologe seine Ausrüstung vor Sonnenuntergang aufbauen, denn die Tiere, die er sucht, sind nachtaktiv.

Er hält auf einer kleinen Waldlichtung. Neben Holzstämmen legt der 28-Jährige eine schwarze Kiste in der Größe eines Schuhkartons ab. „Da drin ist ein Ultraschallmikrofon, das Fledermausrufe aufnimmt und sie auf einem Diktiergerät speichert“, erklärt Simon diese „Horchkiste“.

20:45 Bürokratie im Wald

Auf den umliegenden Feldern sind Windkraftanlagen geplant. Mithilfe der Horchkiste prüft Simon für ein Marburger Umweltplanungsbüro, ob es hier viele seltene Fledermausarten gibt. Mit seinen Daten erstellt er Gutachten, die anschließend an die Kommune oder einen Energiekonzern gehen. Von seinen Gutachten hängt ab, ob die Windräder gebaut werden dürfen.

 

Den kompletten Artikel gibt’s bei Spiegel-Online / Unispiegel und auf Spiesser.de

Foto von Dennis Stachel

Erschienen im Spiesser Juni 2013 (print) und online am 15.06.2013 sowie am 14.06.2013 im Unispiegel

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